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Chris

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  • »Chris« ist männlich
  • »Chris« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 772

Registrierungsdatum: 17. Februar 2005

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Montag, 21. Februar 2005, 22:08

Wer kommt für die Kosten auf ?

Die bisherigen Substitutionsrichtlinien (BUB-Richtlinien) wurden endlich geändert, was bedeutet, dass der Zugang zueiner Behandlung für den Patienten, sowie den Arzt vereinfacht wird. Die Krankenkassen hatten bisher nur unter ganz besonderen Kriterien (Erkrankung an HIV, Herpatitis oder Krebs) eine unbefristete Substitutionsbehandlung bezahlt, jetzt steht diese Möglichkeit fast jedem Opiatabhängingen offen.

Vorrausgetzt....

- Du bist seit mindestens zwei Jahren abhänig von Opiaten

- Du bist volljährig

- oder Deine Erziehungsberechtigten willigen eine Substitutionsbehandlung ein

- und Du findest einen Arzt, der bereit ist, Dich zu behandeln

Dennoch muss zu Beginn geklärt werden, wer die anfallenden Kosten trägt.
Es gibt drei Möglichkeiten der Finanzierung:
  1. Die Krankenkasse zahlt, wenn Du dort versichert bist. Die bisherigen Voraussetzungen für eine Kostenübernahme sind nicht mehr notwendig.

  2. Die Behandlung wird vom Sozialamt bezahlt. Die gilt vor allem für Patienten, die nicht krankenversichert sind und in der Regel Sozialhilfe beziehen. Die Sozialämter halten sich an die gleichen Vorgaben wie die Krankenkassen.

  3. Du zahlst die Behandlung selbst, weil kein Kostenträger gefunden wird oder es Dein eigener Wunsch ist, die Therapie selbst zu bezahlen (dies wird häufig "schwarze" oder "graue Substitution" genannt). Alle Ärzte haben nur eine bestimmte Anzahl von Substitutionsplätzen zur Verfügung, die reulär abgerechnet werden können. Im Normalfall sind dies 10 bis 20, in z.B. Schwerpunktpraxen bis zu 50 Plätze. Sind alle dieser Plätze belegt, könnte es sein, dass einige wenige Ärzte auf solche Kostenerstattung einlassen. Die Möglichkeit einer "Abfuhr" ist hier aber sehr groß.
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    Substituieren kann Dich dein Arzt mit allen Medikamenten, die durch die Behörde in Berlin zur Substitutionsbehandlung zugelassen sind.

    Hinweis:
    Falls Du keinen Arzt findest, dann hilft Dir jede Drogenberatungstelle weiter.......gib nicht auf...man kann es schaffen.

    Im Notfall wende Dich einfach ans Forum, wir helfen Dir weiter und nennen Dir eine Drogenberatungsstelle in Deiner Nähe.
Was doch für ein Netz wir weben,
wenn wir den Weg der Täuschung gehen.