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Norbert Amshoff

unregistriert

1

Donnerstag, 31. März 2005, 15:48

Tipp zur 2/3 Anhörung

Hallo!

Ich möchte Euch mal einen kleinen Tipp geben,zur 2/3 Anhörung!
Wenn man zur Anhörung geht,und man merkt,dass der Richter , aus welchem Grunde auch immer, einem nicht wohlgesonnen ist,und man merkt das er den Rest der Strafe nicht zur Bewährung aussetzen will, dann nimmt man auf der Anhörung den Antrag auf 2/3 zurück!
So riskiert man keine Sperrfrist von 6 Monaten,und kann unverzüglich nach Beschluss sofort ein Reststrafengesuch stellen.
Viele Richter verfahren so,dass sie einem 2/3 verwehren, aber ein Reststrafengesuch positiv bescheiden, denn sie haben Vorgaben wieviel Leute ,sie in etwa nach 2/3 positiv bescheiden dürfen und wieviel auf Reststrafe.
Und eine solchige Reststrafe fällt bei denen unter der statistik der " Endstrafe ".
Ich habe es genau so gemacht, und bin auf Reststrafe entlassen worden.

Es grüsst ganz lieb :winken:
Norbert

don-jonsen

unregistriert

2

Samstag, 2. April 2005, 20:35

RE: Tipp zur 2/3 Anhörung

na wer das zweite oder dritte mal in haft ist braucht meistens sowieso keine 2/3 beantragen.
außer er kann sich einen anständigen anwalt besorgen und bei einer gewiesen haftlänge sollte er sich schon mal überlegen ob er den gutachter überzeugen kann.
Denn in der haft ist es wie im leben draußen ,habe ich geld und gute kontakte bin ich schneller draußen.
Wer Tipps brauch, für vorzeitige Endlassung , kann ich gerne geben.

KleinErna

unregistriert

3

Samstag, 2. April 2005, 21:08

RE: Tipp zur 2/3 Anhörung

Hallo,

bei meinem Martin als LL gibt es ja kein 2/3 da es ja kein genaues Haftende gibt. Da gibt es ja nur die Haftprüfung nach 15 Jahren die er nach 13 Jahren beantragen kann.

Wobei aber für ihn spricht, daß er zum ersten mal im Knast sitzt, eine gute Führung in der JVA vorweisen kann was auch schriftlich festgehalten wird, und er keine "besondere Schwere der Schuld" beim Urteil hatte... und darauf bauen wir und hoffen das Beste!

Scherin

unregistriert

4

Sonntag, 3. April 2005, 11:21

Hallo
Wie ist es mit der 1/2 Strafe ich habe gehört geht bis 2 Jahre .Nur auch ausnahmen wenn jemand länger hat.
Wie sieht es aus bei 5j und 6 mo?
Erststrafe und Selbststeller?familie ist da wir sind verheiratet .Er bekommt nächsten Monat seine erste Ausführung ,nur eine Ausführung ist ja noch keine Lockerung wurde aber vom Phsyochologen als sehr wertvoll und angebracht beführwortet wegen der Sozialen Bindung.Kann man darauf nicht versuchen auch 1/2 Strafe zu bekommen ?Denn Ausführung nach 7 Monaten ist ja echt früh.
LG
Scherin

5

Sonntag, 3. April 2005, 11:48

Werft alles gehörte über Bord, wenn Euch jemand erzählt hat, ein Selbsteller oder einer der das erstemal in Strafhaft ist, bekommt auf jeden Fall 2/3 !! Das ist Blödsinn !!

Nobby wird mir da Recht geben, jeder Fall eines Gefangenen ist anders.
Bei einem 2/3 Antrag, oder auch bei Reststrafe spielen soooviele Dinge eine Rolle, an die man eigentlich nicht denkt. Ich habe die unglaublichsten 2/3 Entscheidungen erlebt, die glaubt man kaum.

Die erste:
Der Gefangene XX hat eine Gesamtstrafe von 4,5 Jahren. Das erstemal in Strafhaft und ist kein Selbststeller.
Der Verlauf......1,5 Jahre geschlossener Vollzug....5 Monate offener Vollzug......Reststrafe ausgestetzt zu 5 Jahren Bewährung.

Der zweite:
Der Gefangene XY hat eine Gesamtstrafe von 3 Jahren. Das dritte mal in Strafhaft und auch kein Selbststeller.
Der Verlauf......Endstrafe

und der meinige Fall:
Ich hatte eine Gesamtstrafe von 4 Jahren. Das erstemal in Strafhaft und Selbststeller.
Der Verlauf.....2/3 abgelehnt...38 Monate geschlossener Vollzug...6 Monate offener Vollzug....Reststrafe von 4 Monaten auf 3 Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

Also, das mit dem pauschalen Aussagen über die 2/3 oder Reststrafe ist immer unterschiedlich. Nicht nur weil der eine seine Vorzeitige Entlassung bekommen hat, muß der andere sie nicht auch bekommen.

Mein Tipp zur 2/3 Antrag.
Auf jeden Fall stellen......nach Ablehnung zusammen mit seinem Anwalt die Ablehnungsgründe durch gehen.....dann entscheiden ob die schrifliche Beschwerde gegen den Beschluss sinnvoll ist.
Dann vielleicht gleich das Reststrafengesuch stellen, oder 2 Monate abwarten und dann erneut ein Reststrafengesuch stellen.

6

Sonntag, 3. April 2005, 11:55

Ausführung liebe Scherin, ist der erste Schritt zu den Lockerungen.
Manche Anstalten sehen eine Ausführung schon als "Lockerungen".
Es ist immer posetiv, wenn ein Gefangener in so einem frühen Stadium seiner Strafhaft, schon mit der Ausführung beginnt.

Und mit Prognosen über Halbstrafe bei Euch bin ich sehr vorsichtig. Warte einmal die Entwicklung seiner Strafhaft ab und dann entscheidet.

Jo-Jo

7

Sonntag, 3. April 2005, 12:05

Zitat

Original von *Jo-Jo*

und der meinige Fall:
Ich hatte eine Gesamtstrafe von 4 Jahren. Das erstemal in Strafhaft und Selbststeller.
Der Verlauf.....2/3 abgelehnt...38 Monate geschlossener Vollzug...6 Monate offener Vollzug....Reststrafe von 4 Monaten auf 3 Jahre zur Bewährung ausgesetzt.


Hi Jo Jo,

oh man, 4 Monate Reststrafe... und ganze 3 Jahre Bewährung
Da ist wohl nicht so sehr die Verhältnissmäßigkeit gegeben.

Viele grüße Ilse

8

Sonntag, 3. April 2005, 12:26

Das meine ich doch.....jeder Fall ist anders....und hätte ich Fee nicht kennengelernt, dann hätte ich die 4 Monate in der Kammer auf dem Wäschesack abgessen....dann hätte ich die Endstrafe locker flockig hinter mir gebracht. ;-))

don-jonsen

unregistriert

9

Sonntag, 3. April 2005, 16:46

jo-jo---- na mal ehrlich wenn du die 4 jahre ganz abgemacht hättest , wäre dir führungsaufsicht auferlegt worden.
dann wärst du beschiessener dran als die 4monate auf drei jahre

Norbert Amshoff

unregistriert

10

Sonntag, 3. April 2005, 16:58

Hallo!

Da musss ich Jo-Jo ausnahmsweise,hi hi,mal Recht geben. Jeder Fall einer Anhörung zur Aussetzung , einer Strafe, auf Bewährung , ist anders. Es ist wie bei der Hauptverhandlung, oft ein Würfelspiel,dessen Ausgang man nie voraussagen kann.Jo-Jo, leider ist es total sinnlos,gegen einen negativen Beschluss der Strafvollstreckungskammer vorzugehen,es gibt keinen Fall der nach der negativen Entscheidung durch Widerspruch entlassen worden wäre.Es ist wirklich viel sinnvoller,sobald man merkt,dass der Beschluss negativ ausfallen wird,den 2/3 Antrag zurückzieht,und dann etwas später ein Reststrafengesuch stellt.

Es grüsst ganz lieb :winken:

Norbert

11

Sonntag, 3. April 2005, 17:53

Ich muß Dir da leider widersprechen Nobby,

Ich bin ein Paradebeispiel..... ;-))

Nun kennst Du den ersten Fall !! :D

Jo-Jo

12

Sonntag, 3. April 2005, 18:03

Zitat

Original von don-jonsen
jo-jo---- na mal ehrlich wenn du die 4 jahre ganz abgemacht hättest , wäre dir führungsaufsicht auferlegt worden.
dann wärst du beschiessener dran als die 4monate auf drei jahre


Ich weiß nicht wie Du darauf kommst, Don ??

Weißt Du ab wann Führungsaufsicht verhängt werden kann ??

Führungsaufsicht nach Strafverbüßung
bestimmte rückfallträchtige Delikte (§ 68 I StGB) im Urteil angeordnet und bei bestimmten Delikten

Aufsicht und Betreuung gefährlicher Straftäter

Aufgaben:

Die Führungsaufsicht gibt Straftätern mit ungünstiger Sozialprognose und Schwerkriminellen nach der Verbüßung von Strafhaft oder dem Ende einer Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus oder einer Entziehungsanstalt eine Lebenshilfe für den Übergang in die Freiheit und führt und überwacht sie dabei. Vorrangiges Ziel der Führungsaufsicht ist die Verhinderung neuer Straftaten. Das Schwergewicht der Tätigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Führungsaufsichtsstellen liegt in der Überwachung der Lebensführung der Probanden und der Erfüllung der ihnen vom Gericht erteilten Weisungen. Werden die Weisungen nicht erfüllt, können die Führungsaufsichtsstellen Strafantrag stellen (§ 145a StGB). Die eigentliche Betreuungsarbeit wird vorrangig von der Bewährungshilfe wahrgenommen. Um eine sichere Entlassung in die Freiheit zu gewährleisten, arbeiten die Führungsaufsichtsstellen eng mit anderen Stellen, die in Hilfe und Aufsicht von Straffälligen eingeschaltet sind, zusammen, z.B. mit Anlauf- und Beratungsstellen für Straffällige, mit gesetzlichen Betreuerinnen und Betreuern, mit Landeskrankenhäusern, Suchtberatungsstellen, Therapieeinrichtungen, Sozialpsychiatrischen Diensten, Kommunen und Landkreisen.


So, und woher willst Du wissen, dass ich diese negativen Voraussetzung für eine Führungsaufsicht erfülle ??

Norbert Amshoff

unregistriert

13

Sonntag, 3. April 2005, 18:40

Jo-Jo,Du selber schreibst,dass du nach deiner 2/3 Anhörung noch 6 Monate im offenen Vollzug warst,was stimmt denn jetzt?
Oder hast du 6 Monate auf die Entscheidung des Widerspruches gewartet?
Oder hast Du ein Reststrafengesuch gestellt?

Es grüsst :winken:

Norbert

don-jonsen

unregistriert

14

Sonntag, 3. April 2005, 19:09

also wenn ich mich richtig entsinne warst du wegen bankraub in haft.

da wärst du schon daher der erste kandidat bei endsrafe für führungaufsicht.

erstens gewallt und kapitalverbrechen,zweitens länge der haftsrafe über zwei jahre.

und so günstig war deine sozialprognose wahrscheinlich auch nicht sonst wärst du nicht auf reststrafe gegangen.


heutzutage geht kaum ein kapitalverbrecher auf endstrafe raus ohne führunsaufsicht zu bekommen.

15

Sonntag, 3. April 2005, 19:19

Don.....ich war nicht wegen Bankraub im Knast !!!

Da bist Du völlig auf dem falschen Dampfer !!!

don-jonsen

unregistriert

16

Sonntag, 3. April 2005, 19:20

nachtrag: habe gerade gelesen du warst selbststeller und das erste mal in haft und mustest auf reststrafe gehn

DA WÜRDE ICH VERMUTEN DEINE SOZIALPROGNOSE WAR NICHT SEHR GUT.

Klär mich mal auf woran es gelegen hatt.


bei mir war das so : ertstemal 3jahre jugendstrafe endlassen auf 2/3 nach zwei jahren

beim zweitemal 18 monate erwachsenestrafe endlassen auf 2/3 nach einem jahr


beim drietenmal 5Jahre erwachsenestrafe endlassen zwieschen 1/2 und 2/3 nach 3 Jahre

17

Sonntag, 3. April 2005, 19:21

@ Norbert,

Norbert, Du hast nicht richtig geslesen.
Ich habe nicht geschrieben, dass ich nach meiner 2/3 Anhörung noch 6 Monate im offenen Vollzug war....das ist falsch.
Ich bin nach 38 Monaten geschlossenem Vollzug in den offenen Vollzug gekommen !!


Zitat

Orignal von *Jo-Jo*
Ich hatte eine Gesamtstrafe von 4 Jahren. Das erstemal in Strafhaft und Selbststeller.
Der Verlauf.....2/3 abgelehnt...38 Monate geschlossener Vollzug...6 Monate offener Vollzug....Reststrafe von 4 Monaten auf 3 Jahre zur Bewährung ausgesetzt.


Nach der 2/3 Ablehnung, habe ich schrifliche Beschwerde eingelegt. Der ist nicht stattgegeben worden und wieder an die Strafvollstreckungskammer zurück verwiesen worden.
Ich bin vielleicht nicht genau darauf eingegangen, oder habe mich zu dumm ausgedrückt. ;-))

Die Mühlen der deutschen Justiz mahlen langsam....aber sie mahlen..*lächel
P.S Ich bin auf Reststrafe raus und das hat länger gedauert als normal !


18

Sonntag, 3. April 2005, 19:22

Don...lese erst einmal, bevor Du mich versuchst in eine Schubladen zustecken....

don-jonsen

unregistriert

19

Sonntag, 3. April 2005, 19:27

will dich nicht in eine schublade stecken,aber würde gerne wiessen .
punkt eins was war nochmal deine straftat.

und was muss man anstellen das man beim ersten knast auf reststrafe endlassen wird.

und welche zuständige strafkammer war es (bin zu faul alle über dich nachzulesen)

20

Sonntag, 3. April 2005, 19:51

Wenn Du Dinge wissen möchtest, aber zu faul bist nachzulesen...sorry, aber dann kann Dein interesse nicht all zu groß sein.