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MamaTembo

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1

Dienstag, 7. Oktober 2014, 21:02

Halbstrafe von JVA vorgeschlagen?

Hallo,

mein Mann wurde jetzt schon zum 2. Mal darauf angesprochen (Sozialarbeiter und Beamter), ob und wann er denn die Halbstrafe beantragen will.
Ich dachte, die Chancen gehen gegen Null im Erwachsenenstrafvollzug und schon gleich gar bei Verbrechen gegen den Menschen?!?

Ist das normal, dass man darauf angesprochen und einem dazu geraten wird?
Angeblich würde die Außenstelle die Halbstrafe befürworten. Natürlich wird mein Mann einen Anrag stellen, aber Hoffnung muss er sich sicherlich nicht machen.

Interessiert mich einfach, ob das 'alltäglich' ist im offenen Vollzug.

Schönen Abend
Mama Tembo
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2

Mittwoch, 8. Oktober 2014, 07:29

Hallo Mama Tembo,

auch ich kenne solche Fälle in Bayern, wo von Seiten der Anstalt ein Gefangener darauf angesprochen wurde wegen einer Halbstrafe. Auch habe ich miterlebt, wie welche mit einer Strafe von über 2 Jahren auf Halbstrafe entlassen wurden.
Aktuell aus diesem Jahr kenne ich einige Fälle die auf Halbstrafe entlassen wurden. Delikt: Gewalt und Alkohol. Die hatten 2 Strafen und wurden auf Halbstrafe entlassen. Sie waren selbst sehr überrascht, dennoch wurden sie nur mit der Auflage von Therapie auf freien Fuß gesetzt.
Es heißt nicht, dass Strafen über 2 Jahren nie Halbstrafenfähig sind. Das ist ein großer Irrglaube. Es kommt aber immer auf alle Umstände an und am Ende müssen sich Anstalt, Staatsanwaltschaft und die/der Richter eben einig sein. Dann kann dies durchaus klappen.

Er kann einen Antrag auf Halbstrafe stellen und auf eine mögliche Anhörung warten, die sicher kommen wird. Dort muss er gute Argumente bringen für die vorzeitige Entlassung sprechen. Auch ich legte Argumente der Richterin vor für meine Entlassung zur Halbstrafe. Doch die suchte so lange nach Gegenargumenten um mir die Halbstrafe nicht zu geben. Auch hatte ich die Anhörung nach meinem Halbstrafentermin.
Bei der Anhörung merkt man relativ schnell, in welche Richtung die Richter gegen. Sprich ja oder neine eben. Dann hat er immer noch die Möglichkeit bei der Anhörung seinen Antrag zurück zu ziehen und somit muss er die 2/3 nicht mehr beantragen. Sollte er auf einen Beschluss zur Ablehnung pochen, muss er aber dann auch selbst den Antrag auf 2/3 Strafe stellen. ALSO VORSICHT !!!!!!

Also, alles möglich im Land der Kann-Bestimmungen.

LG

Etzimann

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MamaTembo (9. Oktober 2014, 14:24), waldfee60 (9. Oktober 2014, 21:41)

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3

Mittwoch, 8. Oktober 2014, 07:50

Hallo Mama Tembo

Ich würd mal sagen, Versuch macht klug.
Man kann nie sagen wie es ausgeht, denn die Entscheidung liegt letztendlich bei Richter und Sta. Von vorneweg kann man nicht sagen, dass Halbstrafe nicht gewährt wird.
Entscheidend wird es sein, wie die Anhörung verläuft die stattfindet.

LG
maximus
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MamaTembo (9. Oktober 2014, 14:24)

MamaTembo

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4

Donnerstag, 9. Oktober 2014, 14:24

Na das klingt doch gar nicht so aussichtslos, wie ich oft im Netz gelesen habe.

Bei meinem Mann stünde eine Gewalttherapie an, die er zwar schon vor Haftantritt gemacht und beendet hat, aber das gilt nicht soviel, wie eine während der Haft.
Macht er halt noch eine, hat ja Zeit dazu sds ....und die Bescheinigung der Therapie davor reichen wir auch mit ein.

Danke für den Hinweis, dass in jedem Fall eine Anhörung stattfinden wird. Das habe ich bestimmt schon irgendwo gelesen, hatte es aber nicht mehr auf dem Schirm.

Dann werden wir wohl mal unser Glück versuchen und einen Antrag auf Halbstrafe stellen.

Die Sozialarbeiterin meinte sogar, da der Termin im Januar wäre, mein Mann noch Urlaub hat bzw. ansammeln wird, dass er mit gaaaaanz viel Glück noch in die Weihnachtsamnestie fallen könnte. Dann wäre er einen Monat früher zu Hause. Aber gut, Das würde nun wirklich an ein Wunder grenzen.

Danke schön für die vielen Info's und natürlich auch für's Mut machen :blumen:

Wünsche noch einen sonnigen Herbsttag
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5

Donnerstag, 9. Oktober 2014, 21:55


Angeblich würde die Außenstelle die Halbstrafe befürworten. Natürlich wird mein Mann einen Anrag stellen, aber Hoffnung muss er sich sicherlich nicht machen.


Auf jeden Fall sollte dein Mann den Halbstrafenantrag stellen und auch wenn er abgelehnt wird, kann man aufgrund der Ablehnungsgründe, gute Vorarbeit zum 2/3 Termin leisten :thumbup:

Zitat

Bei meinem Mann stünde eine Gewalttherapie an, die er zwar schon vor Haftantritt gemacht und beendet hat, aber das gilt nicht soviel, wie eine während der Haft.


Als mein Mann noch im OV war, hat er von dort aus sein AGT/AAT (Antiaggressionstraining) absolviert - dafür gab es Sonderausgang.

Drücke die Daumen für die Anhörung
:daumen:
VG.Fee
Jeder Anfang hat ein Ende wobei dieses Ende ein neuer Anfang sein wird
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MamaTembo

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6

Donnerstag, 20. November 2014, 11:55

Welche Strafvollstreckungskammer zuständig?

Hallo zusammen,

wir wollen am WE den Antrag auf Halbstrafe formulieren und dann geht der nächste Woche raus. Ab da heißt es dann beten und Daumen drücken.

Was mich noch interessieren würde, an welche Strafvollstreckungskammer geht der Antrag eigentlich?
Das Urteil wurde noch in Niedersachsen gesprochen, Haftantritt war dann aber schon in NRW. Geht der Antrag an die verurteilende oder die vollstreckende Instanz?
Ist nur Intresse halber, dauert sicherlich auch unterschiedlich lange?!

Könnte man eigentlich auch den Antrag direkt an die zuständige Stelle schicken? Wenn ja, ist Das ratsam oder ist es besser den normalen Weg (über JVA) zu gehen? Mit Anwalt oder besser ohne?

Mein Mann hat sich erstmal für den "nomalen" Weg entschieden und auch dafür das Ganze ohne Anwalt zu beantragen.

Mir gingen die Fragen nur durch den Kopf und mein Mann konnte mir keine Antwort darauf geben. Vllt. weiß hier ja Jemand wie das am besten läuft bzw. was man besser nicht tut.


Danke schon mal und liebe Grüße
Mama Tembo
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Guilty

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7

Donnerstag, 20. November 2014, 13:00

Strafverkürzung - immer wieder ein Thema

Auch wenn es immer wieder behauptet wird, ich habe noch nie einen Strafgefangenen mit Gewalthintergrund getroffen, der auf Halbstrafe entlassen wurde. Das hat auch einen Grund. Denn ein Bestandteil der Haftstrafe ist "die Einsicht in das Unrecht und die Akzeptanz der Strafe bzw. des Urteils". Und genau hier liegt der Hund begraben.
Die Staatsanwaltschaften haben bei den vorzeitigen Entlassungen (1/2 oder 2/3) ein Mitspracherecht. Sie muss Stellung nehmen zur Wiederholungsgefahr und ob der Haftsinn, nämlich die "Einsicht" und "Akzeptanz" gegeben ist.

Bei einem Halbstrafe-Antrag bei Gewaltverbrechen verneinen die Staatsanwaltschaften das in der Regel und unterstellen, dass genau durch diesen Halbstrafen-Antrag keine Einsicht und Akzeptanz vorhanden ist. Außerdem spielt die Außenwirkung gegenüber der Opfer eine Rolle.

Beim 2/3 Antrag liegt die Sachlage etwas anders. Hier wird vielmehr das Verhalten des Strafgefangenen im Vollzug gewertet. Und nur noch bei begründeter Wiederholungsgefahr von der Staatsanwaltschaft eingesprochen.

Fazit: Eine Entlassung zur Halbstrafe gibt es nur aus besonders wichtigen Grund in Verbindung mit einer "gewaltfreien" Straftat.

Übrigens ist es ein Mythos, dass sich ein Halbstraf-Antrag positiv auf den 2/3 Antrag auswirkt.

Gruß
Guilty
-.,

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MamaTembo (21. November 2014, 10:15)

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Freitag, 21. November 2014, 10:52

Hallo,
ich habe noch nie einen Strafgefangenen mit Gewalthintergrund getroffen, der auf Halbstrafe entlassen wurde
Warum wird er dann von der JVA und dem Sozalarbeiter dazu aufgefordert? Und seit Wochen immer wieder erinnert und mit Nachfragen, wann denn jetzt der Antrag kommt, gelöchert?

Bei einem Halbstrafe-Antrag bei Gewaltverbrechen verneinen die Staatsanwaltschaften das in der Regel und unterstellen, dass genau durch diesen Halbstrafen-Antrag keine Einsicht und Akzeptanz vorhanden ist. Außerdem spielt die Außenwirkung gegenüber der Opfer eine Rolle.

So war uns das auch zugetragen worden und deshalb halten wir den Antrag auch für mehr oder weniger sinnlos.

"die Einsicht in das Unrecht und die Akzeptanz der Strafe bzw. des Urteils"
Dieser Punkt war, lt. Psychologe und Verantwortlichen der JVA, bereits vor Haftantritt gegeben bzw. hat sich in den bereits verbüßten 13 Monaten noch gefestigt. Da fallen dann schon mal Aussagen wie: "Ich weiß gar nicht, was sie hier noch sollen/wollen." - "Eigentlich nehmen sie hier 'echten' Verbrechern den Platz weg." - "Meinetwegen könnten sie sofort nach Hause." (übrigens von mithörenden Gefangenen bestätigt, keine Erfindung meines Mannes!).
Mein Mann ist sich sehr bewußt, was er da angerichtet hat, dass er das Leben seines Opfers nachhaltig beschädigt hat, eine Strafe mehr als verdient hat und gerne anfangen würde so schnell wie möglich die Enschädigung an das Opfer zu zahlen, damit das Opfer endlich wenigstens damit abschließen kann.
Eine mehr als positive Stellungnahme bzw. Sozialprognose der JVA ist ihm in Aussicht gestellt worden.

Mein Mann hat dabei übrigens ein eher mulmiges Gefühl. Die Angst, dass da was Schlechtes im Hintergrund läuft, schwingt da sehr mit. Ihm kommt es eben extrem komisch vor, dass von der Seite fast dazu gedrängt wird diesen Antrag zu stellen, und fühlt sich sehr verunsichert. Natürlich hat er auch Angst, dass das für den 2/3-Antrag schlecht sein könnte.

Vielleicht sollte er einfach nach dem Motto: "Versuch macht klug!", handeln und Schlimmeres als den Antrag abzulehnen wird wohl nicht passieren.

Oh man, da schießt mir wieder durch den Kopf: "Auf solch eine Erfahrung hättes ich gut und gerne verzichten können."

Liebe Grüße
Mama Tembo
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Freitag, 21. November 2014, 11:59

Nun muss ich doch zu diesem Thema nochmal meinen Senf dazu abgeben. :affen:

Im Gegensatz zu Guilty, habe ich mehrere Gefangene mit Gewalt auf Halbstrafe gehen sehen. Und viele hatten 2 Strafen abzusitzen. Jeweils Gewalt und Alkohol.
Logisch waren die sehr überrascht, dass sie auf Halbstrafe gehen durften. Einer hatte sogar gar keinen Antrag gestellt, sondern die Anstalt. Und er bekam ohne Anhörung seinen Beschluss zur Halbstrafe. :jabajabadu:

Auch sehe ich keinen Nachteil, wenn man den Antrag zur Halbstrafe stellt. Wieso auch????? :dong:
Ich selbst hatte auch einen Antrag auf Halbstrafe gestellt ( Halbstrafe Feb. 2014 -2/3 im Juli 2014). Im Vorfeld habe ich mich auch bei vielen erkundigt, ob dies für mich ein Nachteil sein könnte. Aber ich bekam immer die Antwort, dass jeder das Recht hat, einen Antrag auf Halbstrafe zu stellen ohne dadurch Nachteile wegen einer möglichen 2/3 Reststrafenaussetzung zu haben.
Also ich die Anhörung zur Halbstrafe hatte, legte ich eben viele Argumente für eine Entlassung vor ( § 57.2 ). In dem Gespräch mit der Richterin merkte ich dann nach einer Weile, dass sie eher die 2/3 sieht. Okay, gekämpft wie ein Löwe und argumentiert ohne Ende.
Das Ende vom Lied, als ich merkte, es wird nix, habe ich den Antrag zur Halbstrafe zurück gezogen. Dadurch wurden von Seiten der Anstalt die 2/3 eingeleitet, die mir die Richterin bei der Halbstrafenanhörung zugesagt hat. Ich hatte keine Anhörung mehr und bekam 5 - 6 Wochen vor meinem Entlassungstermin meinen Beschluss.
Und noch zur Info: Ich habe alles ohne Anwalt gemacht. :streichel:

LG

Etzimann

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Chris (23. November 2014, 00:25), Vollweib (27. November 2014, 00:21)

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Montag, 12. Januar 2015, 13:34

Hallo MamaTembo,

hat es mit der Halbstrafe geklappt?

Gruß Guilty
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Montag, 12. Januar 2015, 21:48

Hallo MamaTembo,

hat es mit der Halbstrafe geklappt?

Gruß Guilty

Hallo Guilty,

wir warten noch.
Termin zur Halbstrafe ist auch erst in einer Woche. Denke nicht, dass da vorher was passiert. Heute in drei Wochen die Entlassung wäre schön 8) . Da hätte ich mal ein unschlagbares Geburtstagsgeschenk sds

Liebe Grüße
Mama Tembo
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Guilty (13. Januar 2015, 12:45)

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12

Donnerstag, 12. Februar 2015, 11:15

Wir warten immer noch.

Anfang
Januar wurde nochmals eine zusätzliche Beurteilung von seinem
'Arbeitgeber' vom Gericht angefordert und letzte Woche hatte er noch ein
Gespräch mit dem Oberpsychologen der JVA der ebenfalls wegen einer
Beurteilung. Dieser hat ihm wenig Hoffnung gemacht.

Und nun warten wir wieder und harren der Dinge die da kommen mögen.
Naja bis 2/3 sind es nur noch 4 Monate und eine Woche, das sollte eher klappen.

Liebe Grüße
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13

Donnerstag, 12. Februar 2015, 12:47

Meine Erfahrungen mit Gefangenen die bei Gewaltdelikten Halbstrafe beantragt haben sind immer die gleichen. Die Halbstrafe wurde immer mit ähnlicher Begründung abgelehnt. Selbst eine lebensbedrohende Krebserkrankung eines Mitgefangenen wurden nicht als "wichtiger Grund" für eine Halbstrafenentlassung aus dem offenen Vollzug anerkannt.
In den über 2 Jahren meiner Haft habe ich nur bei 2 Mitgefangenen miterlebt, die auf Halbstrafe entlassung wurden. Und das waren beides Finanzdelikte mit Strafen über 4 Jahren.
Von den vielen anderen Häftlingen hat es während meiner Inhaftierung keiner geschaft, vor 2/3 entlassen zu werden.
Natürlich hört man im "Flurfunk" immer wieder, dass man gute Chancen auf Halbstrafe hat, aber die Wirklichkeit sieht anders aus.
Und es gab auch negative Auswirkungen, wenn Häftlingen ohne Unterstüzung oder trotz abraten der JVA Halbstrafe beantragt hatten. Da hat sich manch ein Sozialarbeiter übergangen gefühlt und es gab Nachteile z. B. bei Lockerungen.
Wie schon anfangs geschrieben sind das "meine" Erfahrungen zur Halbstrafeanträgen von Mitgefangenen.

Gruß Guilty
-.,

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14

Donnerstag, 12. Februar 2015, 15:04

Wir warten immer noch.

Anfang
Januar wurde nochmals eine zusätzliche Beurteilung von seinem
'Arbeitgeber' vom Gericht angefordert und letzte Woche hatte er noch ein
Gespräch mit dem Oberpsychologen der JVA der ebenfalls wegen einer
Beurteilung. Dieser hat ihm wenig Hoffnung gemacht.

Und nun warten wir wieder und harren der Dinge die da kommen mögen.
Naja bis 2/3 sind es nur noch 4 Monate und eine Woche, das sollte eher klappen.

Liebe Grüße
Mama Tembo


Hallo MamaTembo

Zeigt sich mal wieder dass man sehr viel Geduld haben muss und noch mehr Nerven was die Entscheidungen im Strafvollzug anbelangt. Sehr oft wird ja wirklich erst auf den letzten Drücker entschieden.
Aber Deine Einstellung ist gut.....alles Kann-nichts Muss und 4 Monate bis 2/3 die schafft ihr auch noch.

Liebe Grüße
maximus
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Mittwoch, 18. Februar 2015, 14:03

Wie schon anfangs geschrieben sind das "meine" Erfahrungen zur Halbstrafeanträgen von Mitgefangenen

Wenn mein Mann selber die Halbstrafe beantragt hätte, hat er aber nicht! Die JVA hat für ihn die Halbstrafe beantragt. Ich denke, dann sind die Voraussetzungen doch schon anders.
Verstehe auch nicht so ganz, warum die JVA den Antrag stellt und dann so ein Gewese darum gemacht wird. Die kennen die Straftat doch auch und auch die Wahrscheinlichkeit für Halbstrafen. Es wird doch bestimmte Voraussetzungen geben müssen, wenn die JVA von sich aus eine vorzeitige Entlassung empfiehlt?

Der ganz normale Psychoterror da reicht doch schon, muss dann noch einer draufgesetzt werden?

Das ist kontraproduktiv und zwar sowohl für die Resozialisierung als auch für die Beziehung. Da gibt man sich alle Mühe und wird ständig ausgebremst. Schlechte Laune ist da doch vorprogrammiert.

Meine Sicht auf den Strafvollzug (nicht auf die Justiz!!!!) hat sich deutlich zum Negativen gedreht und es macht mir Angst zu wissen, wer da so welche Freiheiten hat und was da für vom Vollzug verkorkste Menschen auf die Allgemeinheit losgelassen werden.

Naja, werden wir nicht mehr ändern und ich werde damit wohl klar kommen müssen.

Liebe Grüße
Mama Tembo
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MamaTembo

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Mittwoch, 25. Februar 2015, 09:42

Halli Hallo,

es gibt Neuigkeiten, leider keine guten.

Der Antrag ist gestern wieder in der Außenstelle gelandet und zwar unbearbeitet, weil unvollständig.
Und jetzt der Hammer: Die Beurteilung der JVA war dem Antrag nicht beigefügt, deshalb konnte der Antrag nicht bearbeitet werden :noo: :boese: :wutkoch:

10 Wochen warten, hoffen, bangen und jetzt DAS!

Auf Nachfrage kam nur die Antwort: "Kann ja mal vorkommen."

Das muss ich nicht verstehen, oder?!?

Natürlich wird der Antrag sofort wieder eingereicht, die Beurteilung läge ja noch in seiner Akte vor (PC), aber wenn das so lange dauert können wir uns ausrechnen, dass es definitiv bis zum 2/3-Termin dauert!

Da reichen die den Antrag selber ein und vergessen den wichtigsten Teil? Das kann man aber auch nur jemandem erzählen, der die Hose hinten zu macht :noo:

Liebe Grüße
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Mittwoch, 25. Februar 2015, 20:14

Wenn der Antrag dann mal endlich bei Gericht ankommt, fordert der zuständige Richter erst einmal eine Prognose von der Staatsanwaltschaft (die bei Halbstrafe im Gegensatz zur 2/3 Strafe ein sehr gro0es Gewicht hat). Soweit ich weiß haben die dann 4 Wochen Zeit um sich zum Antrag zu äußern. Anschließend wird ein Anhörungstermin festgelegt.

Übrigens sollte man auch 2/3 schon 3 Monate vor dem eigentlichen Termin beantragen, da es immer zu Verzögerungen kommen kann. Meine Sozialarbeiterin hat schon 5 Monate vor meinen 2/3 Termin den Antrag dafür gestellt. Trotzdem habe ich (bzw. die JVA) erst am Tag meines 2/3 Termins ein Fax bekommen, dass ich entlassen werde. Ich war gerade mit meiner Freundin unterwegs als mich die JVA auf dem Handy anrief damit ich zurückkomme um meine Sachen zu packen :-D Bei mir hat sich die Stellungnahme der Staatsanwaltschaft (angeblich krankheitsbedingt!) sehr verzögert. Zum Glück gabs bei mir keine Anhörung.

Gruß Guilty
-.,

Gaby

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Donnerstag, 26. Februar 2015, 12:39

@ Mama Tembo. Das ist hart, wenn die JVA vergisst die wichtigste Anlage des Antrags hinzuzufügen und es tut mir leid, dass damit die Chance deines Mannes auf 1/2 vergeigt ist. :( Aber ich hoffe die Aussicht auf 2/3 in naher Zukunft tröstet dich! :)

Mit großer Aufmerksamkeit habe ich diesen thread verfolgt. Weil mein Sohn in circa einem Jahr ebenfalls Halbstrafe beantragen will.


Ich habe noch eine Frage bezüglich der Zuständigkeiten. Welche Kammer ist denn nun die, die letztendlich "das Sagen hat, die verurteilende oder die Vollstreckende? Kann da jemand weiterhelfen?

LG, Gaby
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Donnerstag, 26. Februar 2015, 18:09

Liebe MamaTembo

:planlos: Da weiss ich im ersten Moment echt nicht was ich schreiben soll...
Ich hoffe Deine Wut ist in der Zwischenzeit etwas verraucht und Du kannst trotzallem wieder etwas positiver in die Zukunft sehen.
Ich hoffe für Dich/Euch dass eine positive Entscheidung spätestens dann bei der 2/3 Entscheidung gefällt wird.

Denk an Dich und schick Dir auf diesem viel Kraft :knuddel:
Liebe Grüße
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Freitag, 27. Februar 2015, 02:02

Hallo,

zuständig für die Entscheidung über die Strafaussetzung der Reststrafe ist die zuständige Strafvollstreckungskammer, besetzt mit 3 Berufsrichtern, einschließlich des Vorsitzenden, die regelmäßig Ihren Sitz am Landgericht des Landgerichtsbezirkes der entsprechenden JVA hat.

Das Tatgericht hat in Haftsachen keine Zuständigkeit mehr, sondern war nur für die Aburteilung der Tat und der Festlegung der Rechtsfolgen zuständig.

Viele Grüße
Dumbo
Bei allen meinen Beiträgen und Antworten zu Rechtsthemen gilt:
Meine Beiträge stellen eine subjektive Meinungsäußerung durch meine Person zu bestimmten Sachverhalten dar, welche durch den Art. 5 des GG geschützt ist. Meine Beiträge und Antworten ersetzen keine ganzheitliche Rechtsberatung und sind in keinem Fall rechtsverbindlich. Rechtsverbindliche Auskünfte können bei rechtsberatenden Personen, wie u. A. Anwälten, Notaren, Richtern erhalten werden.

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Gaby (27. Februar 2015, 08:24)