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1

Mittwoch, 28. September 2011, 17:49

(Renten)Versicherungsverlauf

Hallo zusammen,

gestern kam von der Rentenversicherung die Information zum Versicherungsverlauf meines Mannes.

Die Aufstellung endet am Tag vor der Inhaftierung.

Frage nun.. muss ich bzw. er irgendwas bezüglich der Haft dort direkt melden? Also, sollte ich eine Haftbescheinigung dort hin schicken?

Ich bin bisher davon ausgegangen, dass die Sozialversicherungspflicht weiter besteht und seitens der Anstalt geregelt ist?

lG ... die Miss..

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2

Mittwoch, 28. September 2011, 19:37

Rentenversicherung

Nach einem Urteil des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz aus dem Jahr 2008 steht Strafgefangenen keine Rentenversicherung zu.
Ein Strafgefangener hat dagegen zwar geklagt, aber verloren.

Du kannst ja mal gerne nach dem Aktenzeichen googlen, ich habe dafür im Moment leider keine Zeit.
Was doch für ein Netz wir weben,
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waldfee60

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3

Mittwoch, 28. September 2011, 19:39

Huhu My,

Die Anstalt entrichtet ja keine Beiträge an die Rentenversicherung - auch wenn gearbeitet wird. Das ist Sache des Inhaftierten, selber für den lückenlosen Versicherungslauf zu sorgen.

Ich meine irgendwo mal gelesen zu haben, das dafür das Ü-Geld verwendet werden darf - auf Antrag natürlich :zwink:

Das hab ich dazu noch bei Tante Google gefunden

http://www.sozialticker.com/keine-renten…e_20081010.html


Lg.Fee
Jeder Anfang hat ein Ende wobei dieses Ende ein neuer Anfang sein wird
18.03.2009 - 05.10.2011

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4

Mittwoch, 28. September 2011, 19:43

das dafür das Ü-Geld verwendet werden darf - auf Antrag natürlich

Du hast da richtig gelesen, aber i. d. R. wird das nur genehmigt wenn das Überbrückungsgeld voll ist.

@MissP
Ich habe doch nach dem Aktenzeichen gegooglet..........tz,tz,tzt,tz.....kanns halt nicht lassen.*fg
Hier das Akz.: Az.: L 4 R 67/08
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5

Mittwoch, 28. September 2011, 19:46

Hallo ihr zwei,

danke erstmal sds

das Urteil hatte ich auch gefunden. Also, dass die Beiträge selbst gezahlt werden müssen ist klar. Aber, das wird also nicht von der Anstalt "in die Wege geleitet"?

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6

Mittwoch, 28. September 2011, 21:48

Aber, das wird also nicht von der Anstalt "in die Wege geleitet"?

Leider nein.

Selbst ich habe erst Monate später davon erfahren, als meine Mutter mich aus reinem Spaß gefragt hat, ob ich vorhabe so weiter zu machen bis ich vom Knast in Rente gehen kann.
Erst da habe ich auf der Geschäftsstelle nachgefragt, wie das mit meinen Rentenbeiträgen ausschaut. Zuerst wurde mir dort ein kleines Lächeln entgegen gebracht, weil viele Inhaftierte noch nie im Berufsleben standen. Da spielt die Rente absolut keine Rolle und so wird das Thema "Rente" im Knast gar nicht erwähnt.
Wie wir alle mittlerweile wissen, muss jeder Strafgefangene alles alleine in die Wege leiten. Die so überarbeiteten Sozialarbeiter kommen nicht mit Informationen auf einen zu, sondern du als Strafgefangener musst sie mit Informationswünschen losschicken.
So war es in meiner Strafhaft und so wird es leider auch immer bleiben.

LG Chris
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7

Mittwoch, 28. September 2011, 21:54

Danke, Chris!

Dann weiß ich jetzt wenigstens, dass wir aktiv werden müssen... ich ruf da glaub ich einfach mal an und lass mir das direkt von der RV sagen, wie und was!