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Sandrachen

unregistriert

1

Montag, 15. Dezember 2008, 12:15

Kliniken lehnen Behandlung ab: 13-Jährige tot

Zwei Stunden lang wurde die 13 Jahre alte Jessica im Rettungswagen zwischen vier Krankenhäusern in Sachsen und Thüringen hin und hergefahren. Die Ärzte lehnten die Behandlung des an Hirnhautentzündung erkrankten Mädchens ab. Jessica stirbt. Jetzt wurde das Ermittlungsverfahren gegen die Ärzte eingestellt.

Kirsten und Andreas besuchen das Grab ihrer Tochter Jessica jeden Tag. Bis heute wissen sie nicht, warum ihre erst 13 Jahre alte Tochter sterben musste. "Es ist Wut, Ohnmacht, Hass: Weil keiner zu den Fehlern steht, aber die Leute haben kein Gewissen!" So beschreibt Jessicas Mutter, Kirsten S., ihre Gefühle.

Vier Krankenhäuser lehnen ab, das schwerkranke Kind aufzunehmen. Die Kliniken seien belegt, zu schlecht ausgestattet, nicht zuständig. Die diensthabenden Ärzte der Nacht sind nicht zu ermitteln, die Dienstpläne sind nicht auffindbar.

Ende Mai 2004 hatte Jessica hohes Fieber und alle Symptome einer Hirnhautentzündung. Die Eltern rufen den Notarzt. Doch jetzt beginnt eine unglaubliche Odyssee mit einem lebensgefährlich erkrankten Kind: Von der Wohnung in Neugernsdorf fährt der Rettungswagen um 22:45 Uhr nach Greiz ab.

Erst um 0.43 Uhr, zwei Stunden nach der Abfahrt zu Hause und fünf Krankenhäuser weiter nimmt eine Klinik das Mädchen auf. Zu spät. Eine Woche später stirbt Jessica. Ein Gutachten, das diese Irrfahrt und ihre tödlichen Folgen der Staatsanwaltschaft darstellt, wird von einem zweiten Gutachten widerlegt.

Dienstpläne und Protokolle verschwunden

"Weil sich aus dem Gutachten der Rechtsmedizin Jena ergab, dass selbst bei einer optimalen Versorgung der Notfallpatientin diese nicht mit Sicherheit überlebt hätte, denn die Todesrate in vergleichbaren Fällen liegt bei statistisch gesehen um 30 Prozent", so Ralf Mohrmann von der Oberstaatsanwalt Gera.

30 Prozent Todesrate heißt auch: 70 Prozent Überlebenschance. Doch die Ermittlungen sind eingestellt. Auch weil Dienstpläne der Ärzte und Funkprotokolle des Rettungswagenteams verschwunden sind und Schuldige somit nicht ausgemacht werden können.

Niemand hat sich bisher bei Jessicas Eltern entschuldigt. Sie haben Beschwerde gegen die Einstellungen der Ermittlungen bei der Generalstaatsanwaltschaft eingelegt. Der letzte Versuch.

Quelle:rtl

Joyce

Gräfin

  • »Joyce« ist weiblich

Beiträge: 89

Registrierungsdatum: 28. September 2008

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2

Montag, 15. Dezember 2008, 14:00

Hammer heftig sowas. Da läuft es einem eiskalt den Rücken runter wenn man sowas liest. :(
:love: noch 244Tage bis Schatz wieder da ist :tanz: :love:

Sandrachen

unregistriert

3

Montag, 15. Dezember 2008, 14:12

Tja ich kann auch bis jetzt noch nicht so richtig glauben was ich da lesen muß.Ich kann echt nicht nachvollziehen was in den Kliniken vorgegangen ist.Ich dachte immer das jede Klinik verpflichtet ist einen im Notfall aufzunehmen.
Es ist natürlich bitter und schmerzlich für die Eltern das das Verfahren jetzt eingestellt wurde.Weil alles so rund kann da garnicht gelaufen sein,wenn da Dienstpläne usw. verschwunden sind.

Joyce

Gräfin

  • »Joyce« ist weiblich

Beiträge: 89

Registrierungsdatum: 28. September 2008

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4

Montag, 15. Dezember 2008, 14:39

Die Dienstpläne sind 100% mit Absicht verschwunden.
:love: noch 244Tage bis Schatz wieder da ist :tanz: :love:

5

Montag, 15. Dezember 2008, 19:11

Ich habe das seinerzeit im Radio gehört und schon damals mit dem Kopf geschüttelt.

Selbst mir erging es schon so, dass ich mit dem Kleinen zum Arzt bin und mir wurde die Diagnose Hirnhautentzündung an den Kopf geknallt.
Unter Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln bin ich mit ihm ins Krankenhaus gerast. Man hat uns echt sofort empfangen und wir wurden vorrangig und schnell "behandelt". Im Endeffekt entpuppte es sich als einen, kurz vor dem Platzen seienden Blinddarm, der innerhalb von 2 Std. noch entfernt wurde, aber ich war froh.

Ich hoffe, dass sich doch noch jemand an den Fall erinnert und die Eltern in Ruhe trauern können und nicht immer fragen müssen, was falsch gelaufen ist.

lg iche

Annamaria

unregistriert

6

Montag, 15. Dezember 2008, 20:24

Aus eigener Erfahrung kann ich da nur sagen, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
Wenn nicht irgendjemand vom Pflegepersonal auspackt, dann haben die Angehörigen da leider keine Chance.

Annamaria

Lillifee

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7

Dienstag, 16. Dezember 2008, 13:25

Unglaublich wenn man so etwas liest,unglaublich traurig.

Zitat

Niemand hat sich bisher bei den Eltern entschuldigt


Das wird mit Sicherheit auch nicht passieren,den mit einer Entschuldigung würde ja eine Schuld zugegeben werden.

Liebe Grüße,Lillifee