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MamaTembo

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Dienstag, 12. November 2013, 14:39

Nostalgie...

...oder: Bei Wasser und Brot.

*Sarkasmus an*

Wollten Sie schon immer Mal wissen wie Ihre Ururgroßväter ihre Haft verbüßten?

Dann kommen Sie nach Münster! Dort wird noch Strafvollzug praktiziert, wie zur Kaiserzeit.

*Sarkasmus aus*

Nein, mal im Ernst.
Hatte heute ein Gespräch mit einer Mitarbeiterin einer Beratungsstelle. Diese hat mir bestätigt, dass sich in letzter Zeit die Miteilungen häufen, dass in der hiesigen JVA tatsächlich regelmäßig zum Frühstück und Abendessen nur trockenes Brot ausgegeben werde.
Die Annahme, dass an anderen Tagen mehr Belag bzw. 1x wöchentich der Belag ausgegeben werde der haltbar ist, stimmt nicht!

Die Beraterin will jetzt beim AkS in Münster nachgefragen, ob bei denen schon Beschwerden eingegangen sind.
Die Haftbedingungen sind dort sowieso schon schierig, weil der Bau bereits 160 Jahre alt ist, da sollte dann wenigstens das Beeinflussbare stimmen, meinte sie.

Finde ich auch. Knast ist kein Wellessurlaub, aber irgenwo hört es sich ja auch auf.

Liebe Grüße
Mama Tembo
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hardy

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Dienstag, 12. November 2013, 15:42

In den VV zu § 21 StVollzG heißt es:

VV zu § 21 StVollzG

1

(1) Der Gefangene erhält Anstaltsverpflegung, soweit nichts anderes bestimmt ist. Die Verpflegung ist für alle Gefangenen gleich, wenn nicht der Anstaltsarzt aus gesundheitlichen Gründen anderes verordnet hat oder mit Rücksicht auf religiöse Speisegebote eine andere Verpflegung angebracht ist.

(2) Die Anstaltsverpflegung soll eine vollwertige Ernährung der Gefangenen nach den Erkenntnissen der modernen Ernährungslehre gewährleisten.

(3) Unterliegt ein Gefangener religiösen Speisegeboten, sollen auf seinen Antrag Bestandteile der Anstaltsverpflegung, die er nicht verzehren darf, gegen andere Nahrungsmittel ausgetauscht werden.
------

Die Gefangenen können also auch gerichtlich gegen diese Art Verpflegung vorgehen, müssen aber in NRW das Vorschaltverfahren einhalten. Letzteres kenne ich nicht, da Bayern ohne auskommt.

Das AkS ist natürlich auch eine gute Adresse.

Lieben Gruß

hardy
Je mehr man verurteilt, desto weniger liebt man.
Honore´de Balzac

3

Dienstag, 12. November 2013, 17:05

Hallo Mama Tembo,

da du deinen Beitrag - hoffentlich bewusst - als Diskussion eingestellt hast, werde ich mal hier ein paar Worte zur Diskussion dazu werfen!

Ich weiß nicht, warum sich das so hartnäckig hält, dass es "nur" Brot ohne Belag gibt? Ich will einfach nicht glauben, dass sich irgendeine JVA diesen Schuh anzieht, derart grob gegen das StVollzG zu verstoßen!

Mein Mann hat in den letzten 44 Monaten - gleich in welcher JVA er war - IMMER entweder Frühstück ODER Abendbrot ausgeteilt bekommen - jeweils mit der Ration für die entsprechende, andere, Mahlzeit! Also, entweder wurde morgens Frühstück und Abendbrot ausgeteilt, oder eben Abends das Frühstück gleich dazu.

Dass sich solche "Beschwerden" dann bei irgendwelchen Beratungsstellen häufen, ist völlig logisch, das heißt nicht, dass es der Wahrheit entspricht, sondern möglicherweise einfach nur, dass die jeweiligen - wohl "frisch" Inhaftierten - das System einfach noch nicht begriffen haben!

Ich weiß, wir haben am Anfang alle gejammert und wir haben unseren armen armen Hasis natürlich jedes Wort geglaubt... wir haben alle jedes Mittel ergriffen, das wir vermeintlich hatten - und wir sind alle damit hinten runtergefallen, weil es schlicht nicht so ist!

Petitionen schreiben, Beschwerden einreichen, den Mogo machen - alles prima... vertrau mir, es wird in der Akte stehen und es wird den Beliebtheitsgrad nicht wirklich steigern...

Man, echt, kommt mal wieder runter, der verhungert da nicht! Guck dich mal um - ich hab bisher ca. 80 % der Knackis als "schwere Jungs" gesehen - und das lag sicher nicht am Delikt...

VLG die Miss

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waldfee60 (12. November 2013, 23:34)

MamaTembo

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Dienstag, 12. November 2013, 22:16

Natürlich verhungert da niemand.

Vielmehr berichten immer häufiger ehemalig Inhaftierte von dieser Art der Verpflegung.
Das Problem gibt es schon seit einigen Jahren immer mal wieder.

Eine Lobby für (ehemalige) Inhaftierte ist sogut wie nicht vorhanden, daher verlaufen sich solche Berichte relativ schnell wieder.
Landläufig besteht immernoch die Meinung, dass Verbrecher es eben auch nicht anders verdient haben.
Ich kann mich dabei nicht ausnehmen, habe ich doch früher auch so ähnlich gedacht.

Es gibt überall 'schwarze Schafe', warum nicht auch dabei?!?

Schwarzmarkt und Drogenhandel gibt es ja auch nicht :affen:

Jede Medaille hat auch eine Kehrseite.


In diesem Sinn noch einen schönen Abend

Mama Tembo
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Fuxel (13. November 2013, 17:57)

Fego

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Mittwoch, 13. November 2013, 02:53


Mein Mann hat in den letzten 44 Monaten - gleich in welcher JVA er war - IMMER entweder Frühstück ODER Abendbrot ausgeteilt bekommen - jeweils mit der Ration für die entsprechende, andere, Mahlzeit! Also, entweder wurde morgens Frühstück und Abendbrot ausgeteilt, oder eben Abends das Frühstück gleich dazu.

Dass sich solche "Beschwerden" dann bei irgendwelchen Beratungsstellen häufen, ist völlig logisch, das heißt nicht, dass es der Wahrheit entspricht, sondern möglicherweise einfach nur, dass die jeweiligen - wohl "frisch" Inhaftierten - das System einfach noch nicht begriffen haben!



Also, ich weiß nicht so recht.... Klar beschweren sich die Jungs gerade zu Anfang über Alles und Jeden. Vieles erweist sich dann als Sturm im Wasserglas.
Aber: Um als "frisch" inhaftierter über Tage oder gar Wochen das System nicht zu begreifen müssen die Einzelportionen ziemlich klein sein. Sonst würde doch jedem ziemlich schnell auffallen, dass jede 2. Mahlzeit ziemlich üppig ist und die anderen Mahlzeiten zum hungrig bleiben. Abgesehen davon, habe ich noch nie gehört, dass die Zellen mit Kühlschrank ausgestattet sind? Lecker, wenn Frühstück oder Abendbrot stundenlang so in der Zelle rumstehen. Allein deshalb finde ich das Prinzip schon doof.

Außerdem: Wenn ich mich so in Pflegeheimen und Krankenhäusern umschaue, stelle ich auch immer wieder fest, dass es Missstände gibt. Warum soll es die im Knast nicht auch geben, wie auch immer das dann zu Stande kommt? Solche Geschichten glauben doch die wenigsten von Außen! Aber heißt das auch, dass es nicht vorkommt?

LG Fego
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Mittwoch, 13. November 2013, 10:44

Im "OV" gab es Frühstück und Abendessen immer wochentags um 6:30 Uhr und am Wochenende um 8:00. Sonntags bekam man ein kleines Glas oder einen kleinen Becher Marmelade, scheinbar das Frühstück für die ganze Woche! Für das Abendbrot gab es dann morgens an einem Tag 4 Scheiben Wurst, am nächsten nur 2 Eier, dann mal eine Dose Fisch oder ein Päckchen Quark.
Ohne Zukauf wäre mir das zu wenig gewesen. Zum Glück konnte ich fast von Anfang an draußen einkaufen. Aber es gab auch Mithäftlinge, die über Monate keine Lockerungen und kaum Geld hatten.

Warum Häftlinge dazu neigen dicker zu werden, liegt meist an verschiedenen Faktoren:
- Bewegungsmangel
- Der seelische Stress einer Inhaftierung
- Falsche Ernährung
- Frustessen (dort wo es möglich ist)

Gruß Guilty
-.,

Brooke

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Mittwoch, 13. November 2013, 21:24

Abgesehen davon, habe ich noch nie gehört, dass die Zellen mit Kühlschrank ausgestattet sind?

Mein Freund hatte in jeder JVA einen Kühlschrank auf der Zelle! Wie das in anderen Bundesländern oder Anstalten geregelt ist, kann ich allerdings nicht sagen.
Zumindest konnte er seine Frischwaren und Getränke kühl aufbewahren.

MamaTembo

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8

Donnerstag, 14. November 2013, 22:28

Bei meinem Mann ist kein Kühlschrank im Haftraum.

Die Räume sind in Münster eh schon so klein, da passt wahrscheinlich auch Keiner mehr rein 8)

Guckst du hier.

Schönen Abend
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Brooke

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9

Freitag, 15. November 2013, 09:54

Die Räume sind in Münster eh schon so klein, da passt wahrscheinlich auch Keiner mehr rein

Naja, in dem dort gezeigten Haftraum steht neben dem Bett aber ein kleiner Kühlschrank (mit Deckchen drauf) :zwink:
So einen hatte mein Freund in Weiterstadt und Frankfurt IV auch.
Aber vielleicht muss man sich den in Münster auch selbst kaufen?!

Fego

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10

Freitag, 15. November 2013, 11:57

Also, ehrlich gesagt finde ich die JVA auf den Bildern gar nicht soooo schlecht! Die Zentrale sag in Werl meiner Meinung nach deutlich trüber aus!

Mit ist beim lesen des Threads gerade eingefallen, dass mein Ex-Schwager in einem Wohngruppenvollzug war und einen Kühlschrank außerhalb der Zelle hatte. Da gab es wohl auch Kochmöglichkeiten. Er hat jedenfalls öfter erzählt, dass er mit anderen Afrikanern gekocht hätte.

Ich würde auch sagen, dass neben dem Bett ein Kühlschrank steht. In dem Fall wären meine Bedenken gegen die Art der Essensausteilung natürlich hinfällig.
@ MamaTembo: Ruf doch einfach mal an und frag nach wie das in der JVA geregelt ist! Falls man den Kühlschrank tatsächlich selber kaufen muss, wäre das auf jeden Fall eine klügere Investition als Geld zu überweisen, dass ihm nicht ausgezahlt wird!

Bezüglich des Haftraums: Der kommt mir ehrlich gesagt gar nicht so außergewöhnlich klein vor. Die haben ja mehr oder weniger alle nur Platz für Bett, Schrank, Tisch. Immerhin ist es ein Raum für ihn allein!!! Mein Ex-Schwager hatte die ganze Zeit über keine Einzelzelle.

LG Fego
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Freitag, 15. November 2013, 15:02

Naja, in dem dort gezeigten Haftraum steht neben dem Bett aber ein kleiner Kühlschrank (mit Deckchen drauf)

Stimmt, den hatte ich nicht gesehen. 8) Zur Standardausrüstung gehört der aber nicht!

Nachgefragt habe ich schon, das einzige, was ich ihm bringen darf bzw. Geld zweckgebunden überweisen darf ist für TV und DVB-T- Receiver/Antenne.
Möglich ist allerdings, dass er mehr zum Anfang nicht haben darf. Darüber müsste ich mich noch informieren.

Also, ehrlich gesagt finde ich die JVA auf den Bildern gar nicht soooo schlecht!
Ich auch nicht, finde es teilweise sogar ganz hübsch 8) .
Die Treppen sind der Hammer, eine konnte ich schon aus der Nähe betrachten. Auch wenn der Bau 160 Jahre alt ist, geplegt ist er. Auch von Außen ein beeindruckendes Bauwerk. Ist auch auf den ersten Blick nicht als Gefängnis zu erkennen, da muss man schon nochmal hinsehen.

Allerdings wird das als Bewohner sicherlich anders wahrgenommen.

Man sollte aber auch wissen, dass die Bilder logischerweise in dem Trakt gemacht wurden, der für den 'Tag der offenen Tür' jetzt im September aufgehübscht wurde.
Die Frau von der Beratungsstelle ist regelmäßig dort und darf auch in die nicht so schönen Ecken.
In zwei Flügeln ist z.B. der Kellertrakt, bis auf die Duschen, komplett geräumt und verschlossen. Rattenalarm! Das liegt an dem uralten Abwassersystem.
Soll eine neue JVA gebaut werden, aber das werden mein Mann und ich uns wieder von draußen angucken, selbst wenn er die vollen 2,5 Jahre sitzen müsste sds .

Der AkS hat heute geantwortet! Das mit dem 'trocken Brot' ist gängige Praxis überall in Deutschland, sei aber rückläufig. Eher haben sie ab und an Beschwerden über abgelaufene Lebensmittel und zu dünnen Eintopf.
Das liegt wohl daran, dass am Essen die meisten Kosten gespart werden können.
An der Sicherheit sollten sie eher keine Kosten sparen. 8)
Soll und darf aber eigentlich nicht sein.
Mein Mann soll sich, am besten mit den anderen Betroffenen, an den Anstaltsbeirat oder den Gefangenenbeirat wenden.
Erst wenn das keine Früchte trägt, eine Beschwerde an die Anstaltsleitung schreiben (das ist allerdings wirklich das Allerletzte, was er tun sollte).

Huch, dabei wollte ich nur kurz Antworten :whistling:

Schönen Tag euch
Mama Tembo
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Fego

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Freitag, 15. November 2013, 16:55

Den Link habe ich jetzt eigentlich wegen der Höhe der täglichen Verpflegungspauschale rausgesucht:

http://www.derwesten.de/staedte/castrop-…-id4691543.html

Die Verpflegungspauschale wird ja überall gleich sein. Auch wenn in den JVAs in großen Mengen und somit günstiger eingekauft wird, sind 2,10 € pro Tag und Häftling schon seeeehr wenig! Damit vollwertige und auch noch leckere Verpflegung hin zu bekommen, dürfte für jeden Koch eine Herausforderung sein. Wie man hier liest, gelingt es nicht überall!

Allerdings sehe ich hier eher ein politisches Problem als ein Problem der einzelnen JVA. Denen werden die Etats ja auch nur von "oben" zugeteilt!

LG Fego
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Freitag, 15. November 2013, 18:18

Leider gibt es keinen einheitlichen Verpflegungssatz, nicht einmal innerhalb eines Bundeslandes. Wer sich für die Probleme mit der Verköstigung von Gefangenen befassen möchte, kann dem folgenden Artikel aus einer Wirtschaftszeitschrift für professionelle Gemeinschaftsverpflegung vielerlei entnehmen:

Essen soll nicht Strafe sein
http://www.cafe-future.net/gv/branchenne…-sein_5950.html

Dieser Artikel stammt zwar aus dem Jahre 2004, dürfte aber nicht veraltet sein.

Übrigens beträgt der Verpflegungssatz für Hartz 4 Empfänger "gedachte" 4,52 Euro pro Tag bei einem Single-Haushalt, bei Verheirateten o.ä. 10% weniger pro Nase - und das einschließlich Getränken und Tabakwaren. - Es lässt sich meiner Meinung nach nicht vergleichen, da die Anstalten ganz andere Einkaufsquellen nutzen können.

Lieben Gruß

hardy
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